Pflege trockener Haut...

-> zurück zur Übersicht

 

 

So pflegt man die trockene Haut


Eine trockene Haut kann oft über viele Jahre hinweg wie eine normale Haut wirken. Die feinen Fältchen, die sich vielfach schon in den Jahren vor Erreichen des 25. Lebensjahres besonders an den kritischen Partien um die Augen, bilden, erkennt allenfalls die Kosmetikerin mit der Lupe.

Sehr bald kann eine trockene Haut dann in wachsendem Maße Schäden zeigen. Besonders der tägliche stundenlange Aufenthalt in geheizten und künstlich beleuchteten Räumen kann sich innerhalb kürzester Zeit nachteilig auswirken, wenn der Feuchtigkeitsgehalt der Haut nicht durch die geeignete Pflege normalisiert wird.

Wie entsteht nun eine trockene Haut? Zum einen kann sie auf mangelnden Fettgehalt zurückzuführen sein - das heißt, die Talgdrüsen sind in ihrer Produktion eingeschränkt -, zum zweiten kann auch mangelnde Feuchtigkeit vorliegen. Im Grunde bedingt die eine Erscheinung die andere, denn Talg besitzt ja eine hohe Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden.

Eine gründliche Hautdiagnose kann Ihnen zeigen, ob es Ihrer Haut eher an Fett oder an Feuchtigkeit mangelt, und Sie können dann die geeignete Pflege-Serie wählen. Vielfach überlagern sich auch beide Mangelerscheinungen, und entsprechend gibt es eine Reihe von Präparaten, die der Haut sowohl Fett wie auch Feuchtigkeit zuführen.

Das einer trockenen Haut nicht auch noch durch die Reinigung Fett entzogen werden darf haben Sie gehört, und Sie wissen, dass bei trockener Haut für die Reinigung nur Reinigungsöle oder allenfalls spezielle Reinigungspräparate in Frage kommen. Sie wissen auch, dass in diesem Fall das Gesichtswasser, das nach der Reinigung angewandt wird, sehr wenig oder gar keinen Alkohol enthalten darf. Was aber können Sie bei einer trockenen Haut noch tun? Hier die wichtigsten Hinweise:

Für die Tagespflege eignen sich am besten Cremes, die vor allem natürliche Feuchtigkeitsfaktoren enthalten. Diese Cremes können Sie bei besonders trockener Haut auch mehrmals am Tag (vorausgesetzt, Sie tragen kein Make-up) auftragen. Diese Pflege wird durch eine fett- und vitaminreiche Aufbaucreme zur Nacht ergänzt. Meist enthalten auch diese Nachtcremes zusätzliche Feuchtigkeitsfaktoren.

Die trockene Haut sollte sehr genau beobachtet und dann individuell behandelt werden: Sie wissen zum Beispiel, dass die Stoffwechselfunktionen in den Nachtsstunden stark aktiviert sind. Nun kann es bei bestimmten Konstitutionen der Gesichtshaut durchaus gerade nachts zu einer vermehrten Fettproduktion kommen. Sollten Sie dies feststellen, so ist es sehr zu empfehlen, abends lediglich eine leichte Feuchtigkeitsemulsion aufzutragen. Tagsüber können Sie dann eine Creme verwenden, die mehr Fett als Feuchtigkeit enthält. Hier kann man keine generellen Ratschläge geben, sondern nur persönliche Beobachtung oder der Rat einer erfahrenen Kosmetikerin kann den richtigen Weg aufzeigen.

Viele Kosmetikserien enthalten auch spezielle Lotionen für die trockene Haut. Sie werden mit einem Zerstäuber auf die Haut gesprüht. Dies ist tagsüber besonders praktisch, da sie Ihrer trockenen Haut in Sekundenschnelle ein frisches Aussehen geben und sie zusätzlich vor den Einflüssen der trockenen Luft in geheizten Räumen oder der Einstrahlung durch künstliches Licht schützen können.

Auch Feuchtigkeitsmasken und regelmäßige Kompressen unterstützen die Wirkung von Lotionen und Feuchtigkeitscremes.

Um es zusammenzufassen: Die trockene Haut braucht höchste Aufmerksamkeit und beständige Pflege. Vermeiden Sie alles, was Ihre Haut noch mehr austrocknen könnte, so auch das Waschen mit chlor- oder kalkhaltigem Wasser. Was Sie tun müssen, wenn Ihnen nicht gerade quellfrisches Wasser, sondern nur das übliche Leitungswasser zur Verfügung steht, erfahren Sie in einem späteren Kapitel.

Und noch eines: Verwenden Sie immer ein besonders gutes Make-up, möglichst in Cremeform, also auf keinen Fall Kompaktpuder. Es gibt nicht nur der Haut einen sanften Schimmer, sondern bedeutet auch zusätzlich zur schützenden Creme eine weitere »Barriere« gegen alle die Einflüsse, die die Haut weiterhin austrocknen könnte.

Hüten müssen Sie sich bei sehr trockener Haut vor zu viel Sonne. Wenn Sie sich viel im Freien aufhalten, können Sie als erhöhten Schutz über die Feuchtigkeitscreme oder -emulsion zusätzlich noch eine fetthaltige Creme (eventuell mit Lichtschutzfaktor) auftragen.

Das Auftragen zweier Pflegepräparate die einander sinnvoll ergänzen, empfiehlt sich im Übrigen als regelmäßige Anwendung generell dann, wenn Ihre Haut extrem trocken ist. Denn bedenken Sie: Nicht nur die Sonne oder Heizungsluft, sondern auch ein kalter Wind oder gar Frost greifen die trockene Haut in einem besonders starken Maße an.

Spezialbehandlungen für trockene Haut in der Kosmetikpraxis sind für eine erholsame Ergänzung, fast unerlässlich. Auch eine geeignete, vitaminreiche Ernährung, kann sehr viel dazu beitragen, dass sich Ihr Hautbild normalisiert. Trockene Haut ist problematisch kann aber bei entsprechender Pflege ganz erheblich verbessert werden.